Die Politik rund um nachhaltige öffentliche Aufträge und die verwendete Arbeitsweise in diesem Leitfaden kamen durch die Unterstützung vieler Organisationen aus der Zivilgesellschaft zustande. In verschiedenen Beratungssitzungen erhielten Behörden, Unternehmen, KMU, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und sonstige Organisationen die Gelegenheit, die Politik mitzugestalten.
Nachstehend werden die wichtigsten Foren aufgelistet:
a) Workshop rund um nachhaltige öffentliche Aufträge (Herbst 2006)
Ziel dieses Workshops war die Ermittlung der Schwierigkeiten und Erwartungen der Akteure vor Ort (das heißt derjenigen, die Umwelt- und soziale Kriterien in ihre Leistungsbeschreibungen aufnehmen müssen). Der erneuerte Gesetzesrahmen wurde auf praxisorientierte Weise erörtert und jeder konnte sich dazu äußern. Gleichfalls wurden Diskussionen angeregt, Kontakte geknüpft und interessante Erfahrungen gesammelt. Die zusammengetragenen Informationen wurden als Material zur Ausarbeitung des Vorentwurfs des Föderalen Aktionsplans über nachhaltige Beschaffung 2009 – 2011 verwendet.
b) Frühling der Umwelt (Frühling 2008)
Im Rahmen dieser Beratungen konnten Vertreter von Unternehmen, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und Behörden über Maßnahmen im Bereich aktueller umweltspezifischer und nachhaltiger Entwicklungsfragen nachdenken. Im Workshop über nachhaltige Produktions- und Konsumweisen wurde auch die Politik rund um nachhaltige öffentliche Aufträge ausführlicher erläutert und kommentiert.
c) Umfrage über den Föderalen Aktionsplan (Winter 2008)
Zwischen dem 5. November 2008 und dem 10. Januar 2009 wurde eine begrenzte Umfrage in Bezug auf den Vorentwurf des Föderalen Aktionsplans über nachhaltige öffentliche Aufträge 2009 – 2011 durchgeführt. Die Umfrage richtete sich an die föderalen öffentlichen Dienste, die föderalen Einkäufer und einige Beiräte. Dabei wurden Empfehlungen vom Föderalen Rat für nachhaltige Entwicklung, dem zentralen Wirtschaftsrat und dem Hohen Rat für Selbstständige und KMU unterbreitet. Diese Empfehlungen können auf den Websites der Räte abgefragt werden. Vom Rat für den Konsum ging keine Reaktion ein.
d) Umfrage über diesen Leitfaden (Winter 2009)
Die Reaktionen und Empfehlungen, die im Rahmen der oben genannten Stakeholder-Beratung eingingen, dienten als Basis zur Ausarbeitung der in diesem Leitfaden verwendeten Methodologie. Um den gesellschaftlichen Rückhalt und die Qualität auch in Zukunft zu gewährleisten, wird dieser Leitfaden Ende 2009 der Zivilgesellschaft vorgelegt.